Wildblumen, Streuobst und alte Sorten

Wortbeitrag von Elke Uhl zum „Tag des guten Lebens in der Nachbarschaft“ am 04.10.2020: 

Ich bin Elke Uhl und bin von den Organisatoren der Veranstaltung gebeten worden, etwas zu unseren Projekten im Viertel zu sagen. Ich stehe hier stellvertretend für eine Initiative von Anwohner*innen, die sich für Klimaschutz, Artenvielfalt und regionale Lebensmittel engagiert. Seit neuestem hat die Gruppe auch einen Namen, nämlich Initiative Clouth Garten. Unterstützung hat die Initiative in den letzten Monaten aber auch von vielen Nachbar*innen bekommen, die eigentlich nicht zur Initiative gehörten, aber einfach mit angepackt haben. 

Trotz großer Freude über mein neues Zuhause im Viertel mit dem nahe gelegenen Park, wirkte vor zwei Jahren als ich eingezogen bin, alles zunächst einmal erschreckend grau auf mich. Normal für ein Neubauviertel, aber trotzdem schien mir hier in Zeiten des Klimawandels viel zuviel Fläche versiegelt worden zu sein. In dieser Zeit lernte ich Britta Eschmann von der „essbaren Stadt“ kennen. Wir hatten damals gemeinsam die Idee, dass es nicht nur schön, sondern auch sinnvoller wäre, statt der von Landschaftsarchitekten vorgesehenen 4 Standard–Baumsorten, im Viertel Obstbäume, und zwar ganz bewußt alte Sorten, zu pflanzen. So könnten wir einen Beitrag zur notwendigen Artenvielfalt leisten und hätten Bio–Anbau direkt vor der Haustür. Das ist nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Insekten, Vögel und viele andere Park- und Viertelbewohner. 

Parallel hatte sich noch eine Wildblumen–Initiative gegründet, mit der wir uns dann zusammengeschlossen haben. 

Nach mehreren konstruktiven Gesprächen mit dem Grünflächenamt und der modernen Stadt, eifrigen Recherchen der Gruppe nach geeigneten Obstbaumsorten und einer Konzeptentwicklung zusammen mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, sind dann innerhalb der letzten zwei Jahre aus 1 Projekt drei geworden:

Das erste Projekt ist die Anlage einer Wildblumen- und Streuobstwiese im Johannes-Giesberts-Park. 

Das zweite Projekt sind die Anpflanzung von alten Obstbaumsorten auf dem südlichen Teil des Luftschifftplatzes und auf dem Pocket-Park, der gegenüber dem Pförtnerhäuschen an der Ecke Josefine-Clouth-Str./Xantener Str. entstehen wird. 

Das ganze findet unter Federführung und in enger Zusammenarbeit mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln statt. 

Dabei haben wir festgestellt, dass man Artenvielfalt kennen muss, wenn man sie schützen möchte. Deshalb sind neben unserer eigenen Fortbildung, nach der Pandemie auch pädagogische Projekte mit den umliegenden Kindergärten und Schulen geplant. 

Als drittes Projekt ist dann in diesem Sommer aufgrund der großen Trockenheit im dritten Jahr in Folge die Gießaktion für die Stadtbäume hinzugekommen. Dafür hat die RheinEnergie uns ein Standrohr für Hydranten ausgeliehen und das Wasser gesponsort. Wir haben uns im August und September um die Jungbäume im Johannes-Giesberts-Park, in Teilen der Josefine–Clouth–Str., der Florastraße und im Lent-Park gekümmert. (Das haben viele Nachbar*innen, die die Bäume vor ihren Haustüren gegossen haben übrigens auch getan und dafür ihr eigenes Wasser genommen. Vielen Dank auch dafür an dieser Stelle!)

Bereits in wenigen Wochen werden wir im Johannes-Giesberts-Park die Wildblumenwiese einsäen. Wir können aufgrund der Pandemie noch nicht sagen, ob wir diese Aktion alleine mit den Mitarbeitern des NABU machen müssen oder, so wie wir das ursprünglich geplant hatten, alle interessierten Nachbar*innen miteinbeziehen können.  Aber auch hierzu wird es rechtzeitig Aushänge an den Eingängen auf dieser Seite des Parks geben. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Sicher ist, das bei dieser Aktion unser aller Gesundheit an erster Stelle stehen wird.

Vielen Dank für Ihre/Eure Aufmerksamkeit!

Neben Wasser, Luft und Boden stellt die Artenvielfalt eine wichtige Ressource unserer Erde dar. Für funktionierende Ökosysteme ist der Erhalt der Arten entscheidend, denn über die Nahrungskette sind die Lebewesen aufeinander angewiesen. Deshalb haben wir uns auch bewußt für alte Obstbaumsorten entschieden.

Beteiligt an den Projekten sind das Grünflächenamt, die moderne Stadt, die essbare Stadt, und die Biologische Station Leverkusen-Köln des NABU

Das war unser Tag: Kundgebung am 4. Oktober 2020

Für den 4. Oktober hatten wir zu einer Kundgebung die Bewohner des Clouth-Viertels eingeladen und trotz durchwachsenen Wetters und einiger kritischer Äußerungen vorab waren Interessenten gekommen, für eine Veranstaltung in Coronazeiten gerade zahlreich genug, so dass die vorgeschriebenen Abstände gut eingehalten werden konnten.
Drei Forderungen hatten wir in den vorbereitenden Sitzungen ausgemacht:
– mehr Grün in unseren Strassen
– Fahrradzone für Clouth-Viertel
– Strasse als Raum für Begegnungen gestalten

Kurz vor 15 Uhr kamen wie erwartet die beiden Revierpolizistinnen und überzeugten sich, dass die Straßendekoration der Anmeldung entsprach und verabschiedeten sich nach 5 Minuten mit dem Satz „wir wünschen Ihnen gutes Gelingen“(gegen Ende der Veranstaltung ein zweiter Besuch, der im Schritttempo aus dem Auto heraus erfolgte). Die Arbeit der Kölner Polizei muss an dieser Stelle ausdrücklich gelobt werden: der Antrag auf Genehmigung einer Veranstaltung wurde innerhalb von 24 Std. bearbeitet und kommentarlos genehmigt und die Observation unserer Veranstaltung verlief als netter unaufgeregter Besuch. Danke!

Impression

Die Planung und Durchführung hatten einige engagierte Bewohner*innen des Clouth-Viertels kurzfristig übernommen, nur vier Wochen lagen zwischen dem ersten Arbeitstreffen und dem 4. Oktober, und dafür haben wir eine runde Veranstaltung auf die Beine stellen können: J-C-Strasse Ecke am Walzwerk standen zwei TT-Platten (wovon eine wegen Überforderung vorzeitig den Geist aufgab) und hier befand sich auch der Start für die Clouth-Olympiade, deren schwierigste Disziplin darin bestand, im Kinderrollstuhl rückwärts auf den Bürgersteig zu rollen. Vor der nächsten Ecke a.d. Stahlseil hatte HdaK ein großes Brett mit Fotos verschiedener Straßen aus dem Kiez aufgestellt und die Besucher hatten Gelegenheit, mit + und – ihre individuellen Bewertungen vorzunehmen (unsere J-C-Strasse wurde Sieger in der Negativ-Wertung). Direkt an der Ecke der Stand der Klimafreunde: hier konnte jeder seine Klimabilanz an Hand von Bauklötzen visualisieren lassen und mit Unterstützung des Moderators über Abhilfe nachdenken. Dann von Veedelsplan eine Karte von Nippes mit den interessantesten Bauwerken und gemütlichsten Orten, die hier noch ergänzt werden konnten (die Flora war der Sieger).

Veedelskarte

Im letzten Teil der Straße zwei Mitmachaktionen: eine stabile in Holz gefertigte Blumenbeetumrandung (mit Sitzgelegenheit) stand zusammen mit vier Blumenkästen und etlichen Pflanzen bereit, um die Warnbarke auf der neuen Verkehrsinsel zu verschönern. Eine Nachbarsfamilie packte sehr engagiert mit an und erklärte sich darüber hinaus spontan bereit die Pflanzen zukünftig zu pflegen (herzlichen Dank). Die Einweihung fand unter großem Applaus statt. Ganz am Ende der Absperrung dann die Ralleystrecke für das Lastenfahrrad e-Donkey, für welches sich zeitweise Warteschlangen bildeten. Dieses Lastenrad kann Auf dem Stahlseil Nr. 7 ausgeliehen werden.

Warnbarke mit Blumenbeet

In der gleichen Strasse eine große Aktion der Spielewerkstatt, die in der Halle 7 zuhause ist. Am Sonntag wurde ein Pavillon aufgebaut für die kleinen Künstler (hauptsächlich wurde gemalt), davor standen verschiedene Spielgeräte zum Ausleihen bereit, die auch von vielen Kindern genutzt wurden. Gleich nebenan der Arbeitstisch vom Repaircafé, welches sich bereit erklärt hatte trotz Sonntag kleinere Reparaturen durchzuführen.

e-Donkey in voller Fahrt (nächstes Mal mit Helm bitte)

Nicht zu vergessen diejenigen Engagements, die sich nicht präsentieren konnten:
– die Wildblumenwiese und die Streuobstwiese, die im nördlichen Teil des Johannes-Gisbert-Parks noch in diesem Jahr entstehen soll

– die Gießaktion: in der Trockenzeit werden einmal pro Woche die jungen Bäume in den Straßen und im Park gegossen (genauer die Wassersäcke gefüllt)

– die Verkehrsgruppe stellte sich vor (Aktion mit den Verkehrsberuhigungsinseln)

– ein Chor sollte singen (aber nicht wenn Corona singt)

– die Energiegenossenschaft „Energiegewinner“ wollten den Balkonstrom erklären, aber die Sonne fehlte

– Pinwand mit weiteren Ideen was noch fehlt bzw. was unbedingt gemacht werden muss: drei Mal vorgeschlagen wurde eine Möglichkeit für einen ungezwungenen Kaffeeplausch anzubieten, der sich regelmäßig treffen sollte (wöchentlich oder monatlich)

Ideenschmiede

– schließlich noch der Hinweis auf eine Unterschriftenliste, ausgelegt von der Organisation Klimawende, die für ein Bürgerbegehren für 100 % Ökostrom wirbt.

Zum Schluss der Dank an alle die vorne am Rednerpult oder hinten an den Tischen an 4.10. mitgewirkt haben und an alle, die bereits im Vorfeld sich engagiert hatten. In der Abschlussrunde wurde festgestellt, dass erstmalig die Baugruppenbewohner mit den übrigen Bewohnern des Clouth-Viertels etwas gemeinsam auf die Beine gestellt haben und es wurde vereinbart, dass wir diese Aktion – nicht nur eine Kundgebung sondern ein großes Strassenfest für’s ganze Viertel – im nächsten Jahr wiederholen wollen, wenn Corona es zuläßt. Bis dahin werden wir auf jeden Fall in kleineren Runden an anderen wichtigen Themen weiterarbeiten um unser Veedel lebenswerter zu machen.

Bernd

Gutes Leben in der Nachbarschaft

am kommenden Sonntag den 4.10. findet auf der Josefine-Clouth-Str. und Auf dem Stahlseil eine Veranstaltung statt, die sich an alle Bewohner*innen des Clouth-Viertels richtet und zum Motto hat, das Leben in der Nachbarschaft zu verbessern, eine Veranstaltung, die sich an Kinder und Jugendliche, an junge Familien und an unsere Senioren im Veedel wendet. Ein Nachbarschaftsfest ist wegen Corona nicht gestattet, aber die Polizei erlaubt eine Kundgebung mit begrenzter Teilnehmerzahl. Deswegen gibt es auch ein Rednerpodest und Jede und Jeder hat Gelegenheit, ihre oder seine Verbesserungsvorschläge als Text an einer Pinwand auszuhängen oder kurz vorzutragen.

Das ist aber noch nicht alles an Angeboten, denn einige Initiativen stellen sich vor und haben einen Stand auf der Strasse. Ihr könnt Euch bspw. über Balkonstrom, Leih-Lastenräder oder Repair-Café informieren und auch Euren ökologischen Fußabdruck vermessen lassen – tut gar nicht weh, kann aber nachdenklich machen. Ihr könnt Euch über die Aktionen der Verkehrsgruppe informieren lassen, vielleicht interessiert Euch wer die Streuobstwiese plant und welches Obst wir dort zukünftig pflücken können. Vielleicht interessiert es Euch auch wer in der heißen Zeit unsere Strassenbäume gießt?

Für die Kinder und Jugendlichen stehen die Strassen zum Spielen bereit, mit Straßenkreide wird die Fahrbahn verschönert und alle bringen ihre Springseile, Hula-Reifen, Roller und Kettcars mit (geplant sind Wettfahrten).

Offizielle Sitzgelegenheiten oder gar Biertische dürfen nicht aufgestellt werden, aber jeder kann sein Sitzmöbel mitbringen und dazu seine Thermoskanne und selbstgemachten Kuchen (notfalls auch Fertigkuchen) . Dazu könnte man den Nachbarn einladen oder mit der unbekannten Nachbarin über die lauten Motorräder tratschen oder ob es ein Restaurant in Clouth 104 geben wird.

Auf dem beigefügten Flyer findet Ihr weitere Informationen
https://drive.google.com/file/d/13XB8m_dYyUipp6ym4xMiwky5z_Z82Iow/view?usp=sharing

Wir suchen auch noch Aktive, die sich an den letzten Vorbereitungen beteiligen, das nächste Treffen findet am Freitag den 2.10. um 19 Uhr im Gemeinschaftsraum der Baugruppe HerzClouth in der Strasse Auf dem Stahlseil 4 statt. Jede und Jeder ist herzlich Willkommen.

Jetzt bitte noch Daumen drücken für gutes Wetter.

Auf dieser Kreuzung ist am 4. Oktober mehr los.

Klimawende unterstützen

Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht auf die Klimaveränderungen hingewiesen wird, entweder lediglich als knapper Bericht (der Waldverlust weltweit wird auf 10 Mill. ha jährlich geschätzt) oder als besorgte Meldung (28 Millionen Euro Sondermittel werden in NRW für zusätzliche Hilfen für den Wald bereit gestellt), im Fernsehen warnt der Klimaforscher Mojib Latif bei Lanz vor weiteren Waldbränden (Hinweis auf sein neuestes Buch: Heißzeit), das Matterhorn droht abzustürzen, in Sibirien werden laut Zeit Online über Tage in der kältesten Stadt der Erde (Werchochjansk) fast 40 Grad gemessen und trotz Coronakrise steigt der CO2-Gehalt weltweit (um 60% seit 1990 trotz diverser Klimakonferenzen). Er verweist zugleich auf die positive Klimabilanz Deutschlands (Dank Corona) und auf die ökonomische Wirkung: trotz unerwartet hoher EE im Strombereich (55 % im 1. Halbjahr 2020) sind weder die Zahl der Arbeitslosen gestiegen noch gab es Stromausfälle.

Und dennoch sind wir besorgt, denn es ist das geringe Fortschritttempo, die Bundesregierung will bis 2040 den CO2-Ausstoß um 70 % reduzieren. Das scheint ehrgeizig, aber bei dieser Geschwindigkeit des CO2-Rückbaus wird das Wunschziel einer 1,5 Grad-Erwärmung nicht zu erreichen sein. Im akuellen Bericht der Bundesregierung ist die 1,5 Grad-Marke bereits gerissen und passiert weiterhin so wenig wie bisher sind die 4 Grad nicht ausgeschlossen. Dann werden extreme Wetterereignisse uns schwer zu schaffen machen (Nippes liegt im Hochwasser- als auch im Grundhochwasserbereich) und der Meeresanstieg nur durch das Schmelzen des Grönlandeises beträgt etwa 7 m und damit sind alle größeren Küstenstädte versunken

Für den gesamten Energiebedarf ist der interessanteste Sektor die Stromerzeugung mittels EE. Hier stehen seit Jahren Technologien zur Verfügung, die einen schnellen Ausbau ermöglichen und die die Grundlage für den Umbau der anderen Sektoren bilden, bei denen ein Wechsel so schnell nicht möglich ist, z.B. Wohnen oder Verkehr. Damit ist klar, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um 100 % EE zu erhalten. Die Initiative Klimawende hat sich dieses erste Ziel vorgenommen, den in Köln verbrauchten Strom aus EE zu gewinnen. Nach eigenen Berechnungen liegt die Ökostromerzeugung der Rhein-Energie im einstelligen Bereich und es ist Ziel der Unterschriftenaktion, den Umbau auf 100 % Ökostrom bis 2030 abzuschliessen.

In den nächsten Tagen wird das Bürgerbegehren offiziell an den Start gehen, es fehlt noch eine Kostenschätzung die im Bürgerbegehren vorgesehen ist, damit die Bürger wissen, welche Kosten mit dem Antrag verbunden sind. Die c4f-Gruppe will sich an der Unterschriftenaktion beteiligen, da uns der Ernst der Situation bewußt ist und wir zudem überzeugt sind, dass bei ernsthaftem Willen der Umbau unseres Energiesystem sowohl eine Herausforderung als auch Chance ist. Für die Kohleindustrie ist die Zeit abgelaufen, die Kosten zum Weiterbetrieb sind astronomisch und unwirtschaftlich und die Schäden nicht mehr zu beheben (sobald ein Kipppunkt erreicht ist sogar unmöglich).

Unser erster Auftritt soll am Freitag den 28. August stattfinden,
um 16 Uhr öffnet das Repair-Café
und wir wollen mit einem Tisch uns dazustellen und mit den Repairkunden ins Gespräch kommen, um ihre Unterschrift zu erhalten.
Am Mittwoch den 12.8. hat sich ein Vorbereitungsteam getroffen und noch diese Vorschläge ausgearbeitet:

  • Jürgen wird 2 – 3 Tische bereit stellen
  • Anno bringt ein großes Holzwindrad mit als Ey-catcher
  • Philipp besitzt einen Pavillon falls Schutz vor Hitze oder Regen notwendig ist
  • Bernd besorgt die Unterschriftenlisten und Infomaterial
  • Jürgen und Anno versuchen ein Banner herzustellen

Ökostrom in unserer EG

In unserer Eigentümergemeinschaft haben wir als Eigentümer jeder seinen eigenen Stromlieferanten, manche haben auch einen der sie mit Ökostrom beliefert, aber als Eigentümergemeinschaft bezogen wir bis vor kurzem unseren Strom von RheinEnergie und der war nicht Öko. Auf unserer letzten Eigentümerversammlung haben wir den Wechsel beschlossen, allerdings mit der Auflage, dass der Preis max. um 10 % steigen darf. Das schien unproblematisch, doch ein Haus mit 32 Wohneinheiten, großer Tiefgarage und 4 Fahrstühlen ist Großverbraucher und entsprechend günstig war der Stromtarif der RheinEnergie. Wir waren uns einig, dass wir nicht den billigsten Ökostromanbieter auswählen wollten sondern nur einen, der wahren Ökostrom anbietet. Was einen wahren Ökostromanbieter auszeichnet kann man bei Utopia.de nachlesen, hier eine Zusammenfassung:

  • Der Ökostrom wird zu 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt.
  • Der Ökostromanbieter ist mit einem Tarif in den EcoTopTen Ökostrom vertreten. Die EcoTopTen-Kriterien findest du hier.
  • Der Ökostromanbieter wurde von Öko-Test zuletzt mit sehr gut, gut oder befriedigend bewertet.
  • Der Stromanbieter ist nicht an einem Atomkraftwerk beteiligt und hat nach 2016 keine direkte Beteiligung an einem Kohlekraftwerk erworben.
  • Der Stromanbieter fördert im Vergleich aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien und belegt dies unter anderem mit Ökostrom-Siegeln.

Darüber hatten wir noch Kündigungsfristen, Mindestlaufzeit, Preisgarantie und schließlich die Kosten für die kWh berücksichtigt. Zuletzt mußten wir feststellen, dass man keine korrekten Ergebnisse erhält wenn man nur die Internetseiteninformation berücksichtigt, denn auf den Preis werden Gebühren für mehrere Zählerstellen berechnet und für Großverbraucher kann der günstigere Gewerbestrom gewählt werden.
Aus dem Kreis der 16 Anbieter fiel unsere Wahl schließlich auf die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und von dem Wechsel haben wir nichts gemerkt, und teurer ist es auch nicht geworden. Na bitte, geht doch.

Bernd

Unser Arbeitstreffen am 29. Jan. 2020

anwesend: Bernd, Jürgen, Jörg, Anno

nächste TERMINE: Mo, der 02.03.2020, 16h-18h Tisch mit Klimaklötzchen vor der Spielewerkstatt.

Mi, der 04.03.2020 um 19h bei der WOGE.

Was machen wir mit unseren CO2-Klötzchen, hier ein paar Vorschläge

  • Freie Schule (über Bernd)
  • Heliosschule (über Anno)
  • Montessori-Grundschule (über Anno)
  • Maximilian Kolbe Gymnasium/ Gesamtschule Porz (über Benjamin Mönning aus Kwartier 733 über Jürgen)
  • über parents for future (Jörg)
  • Jürgen macht eine Anleitung und Inevturliste
  • Klötzchen sind seit Sonntag bei Jörg im Keller
  • Info-Tisch am 02.03., 16-18h bei der Spielewerkstatt
  • Info-Tisch mit Klimaklötzchen und Infos über c4f auf dem neuen Spielplatz am Kaffee

Öffentlichkeitsarbeit

  • Bericht von DAV-Veranstaltung von Moritz
  • Wenn die Bilder da sind, packt das Bernd das auf die Website.

Klimawende Köln

  • GRÜNE haben die kompletten Forderungen der Klimawende.Koeln übernommen
  • Wenn es so weit ist (Bürgerbegehren), können wir Unterschriften sammeln

Vortrag von Bernds Partner aus Madagaskar

  • Thema: Entwicklungsprojekt in Madagaskar, u.a. WIederaufforstung
  • ca. April, genauer Termin folgt, vorauss. im Salönchen

beste Grüße,
Anno.

Erfolgreiches Arbeitstreffen

Am letzten Freitag den 13.12. haben wir an dem Klötzchenturm weiter gearbeitet. Wir hätten mehr geschafft aber das REPAIR-Cafe war gut besucht, alle Arbeitsplätze waren belegt, so dass wir erst ab 19 Uhr starten konnten. Nun haben wir die endgültige Form gefunden und für jeden Sektor einen passenden Klotz gefertigt, also für den Stromverbrauch z.B. gibt es drei Klötze (geringer, mittlerer und hoher Stromverbrauch). Für andere Bereiche sind es deutlich mehr, z.B. Mobilität oder Heizung.

Wir wollen uns noch einmal in diesem Jahr treffen, am
Freitag den 27. 12. 2019 um 18 Uhr in der Werkstatt,
den Rest wegarbeiten und mit dem Lackieren beginnen. Anno wird sich bis dahin etwas zur Beschriftung einfallen lassen (ich besitze z .B. einen Dymo-Handdrucker). Zur Belohnung gibt es Reste vom Weihnachtsteller und dann die spannende Frage: wie geht’s weiter bzw. was machen wir mit unserem Bauwerk. Wir hatten schon einmal an eine öffentliche Veranstaltung gedacht, etwa unter dem Titel:
Wissen Sie wie groß Ihr Ökologischer Fußabdruck ist?

Also Einladung an alle, Kopfarbeit und Handarbeit warten.

KLIMAWANDEL in der Uni Köln

Am 7.10.2019 begann eine Ringvorlesung in der Kölner Uni über den Klimawandel. Der erste Vortrag informierte die vielen jungen und einige ältere Zuhörer über den Unterschied zwischen Wetter und Klima und die klimabestimmenden Faktoren.

Bis auf den letzten Vortrag am 7. Jan. wird nur über das Klima im allgemeinen informiert, am 7.1. über Klima Engineering.

Arbeitstreffen

Unser nächstes Arbeitstreffen findet am 23. Oktober 2019 um 20 Uhr im Gemeinschaftsraum der Baugruppe achtBar statt.

Hier das Ergebnis unserer Sitzung:

1.    Ökologischer Fußabdruck

2.    Veranstaltungsübersicht im Clouth-Vietel

1.    Ökologischer Fußabdruck

den Vorschlag, Klötzchen anzufertigen um damit die Größe des Ökologischen Fußabdrucks bildhaft bzw. greifbar darzustellen, hatten wir gestern diskutiert und jetzt haben wir von Jörg auch die dazugehörige Maßtabelle erhalten. Nun würde ich vorschlagen, wir fertigen nur max. 5 Klötzchen-Typen an: 1 cm, 2 cm, 3 cm, 5 cm und 10 cm, denn damit lassen sich alle anderen Höhen zusammensetzen und wir haben – vielleicht farblich akzentuiert, also blau für Energieklötzchen, grün für Konsumklötzchen, rot für Mobilitätsklötzchen und gelb für Stromklötzchen und braun für Heizungsklötzchen – keinen unübersichtlichen Klötzchenhaufen.

Sobald Jörg mir das Signal gibt, dass DART (ART HANDLING Spedition) uns Verpackungsmaterial – aus Holz gefertigt  -zur Verfügung stellen kann, bin ich bereit für den Transport.

Der nächste Schritt wäre dann die fachgerechte Zerlegung und anschließend die Herstellung von Klötzchen. Dazu würden wir gerne die Werkstatt der Wunschnachbarn benutzen und als Termin für einen Bastelabend haben wir uns für

Mi., 27.11. entschieden, um 20 Uhr damit viele mitmachen können (Anno, kannst Du die Terminreservierung übernehmen? Danke).

Angedacht ist die Herstellung von mehreren aber mind. zwei Sets, die auch verliehen werden könnten. Die Premiere soll bei uns im Clouth-Quartier erfolgen, aber erst in 2020, vielleicht im Jan. wenn es mit den Vorbereitungen gut läuft. Jedes Set müßte in einen Karton, eine passende Kiste oder in einem Beutel verpackt werden, dazu ein Packen mit der Bauklötzertabelle (hier fehlt noch der deutsche Klötzchenturm). Also es gibt zu tun.

2.    Veranstaltungsübersicht im Clouth-Vietel

Wir haben uns aber auch darüber unterhalten, wie Veranstaltungen in unserem Clouth-Viertel besser bekannt gemacht werden könnten. Zwei Vorschläge gab es: kurzfristig könnte ein Schwarzes Brett oder Schaukasten am Tor 4 aufgestellt werden, welches von Jedem, der eine Veranstaltung bekannt geben möchte, bestückt werden kann. Hin und wieder müßte ein Verantwortlicher mal drauf schauen ob alles mit rechten Dingen zugeht. Ein solches Brett herzustellen könnte die Repairgruppe angefragt werden (Anfrage an Peter Heinzke) und zur Aufstellung brauchen wir auch die Zustimmuing von ????????

Etwas mehr Zeit würde die Installation einer Website in Anspruch nehmen, die sich langfristig zu einem eigenen Verein entwickeln könnte (Nachbarschaftsverein), um darunter all die verschiedenen Aktivitäten die es bisher schon gibt (eine offene Werkstatt, ein Chor, ein Theater, ein Nachbarschaftstreffen u.v.a.) und in Zukunft noch entstehen könnten, zu sammeln. Verein deswegen, weil Zuschüsse oder Spenden am ehesten an Vereine gezahlt werden. Hierfür wäre es sinnvoll, alle aktiven Gruppen einmal an einen Tisch zu bringen, um darüber im größeren Rahmen zu diskutieren.

Wenn Ihr Ideen dazu habt oder Meinungen, dann kommt rüber damit.

Beste Grüße

Bernd