Zwischenstand

Es gab einige Ereignisse in den letzten Tagen, über die ich berichten möchte:

1- Solarstromtreffen Online mit Energiegewinner am 25.2.
11 Teilnehmer, davon 5 Mitarbeiter von Energiegewinner, haben sich Online getroffen. Es lag ein umfangreicher Fragebogen vor der sehr kompetent beantwortet wurde. Die Antworten werden auch schriftlich beantwortet und allen Teilnehmern zugeleitet . Die Interessenten verabredeten sich zu treffen, Bernd wird einladen und wir werden versuchen, die restlichen Baugruppen und WEG’s anzusprechen um das weitere Vorgehen zu erörtern und eine Strategie abzusprechen.
Es zeichnet sich ab, dass es zwei AG’s geben wird: eine wird das Thema „PV-Dachstrom“ weiter bearbeiten, die andere sich mit dem Thema „Balkonstrom“ befassen. Hierzu hat Alex bereits seine Bereitschaft signalisiert einen Workshop durchzuführen.

2- Wanderbäume
Wolfgang hat am Freitag die VCD-Wanderbaumgruppe besucht und dabei erfahren, dass 4 Wanderbäume verfügbar sind und Nippes bisher noch nicht berücksichtigt wurde. Für Ende März wurden uns diese 4 Bäume avisiert, Wir brauchen dafür tatkräftige Unterstützung, bereitet Euch schon mal auf eine Wanderung von Ehrenfeld ins Clouth-Quartier vor.

3- Ideen aus der Bürgerschaft auf der Suche nach politischer Unterstützung
Am Sonntag fand ein Online-Treffen mit 3 Parteien aus der Bezirksvertretung statt und wir (Ralf, Philipp und Bernd) bekamen die Gelegenheit unser Konzept zu präsentieren und mit den Vertretern der Parteien darüber zu diskutieren. Ausführlicher wurde über das Konzept von Quartiersgaragen gesprochen, als Vorstufe hierzu das Anwohnerparken, Ideen die von den meisten Parteien inzwischen auch verfolgt werden. Vereinbart wurde dass wir die Bezirksvertretung unterstützen werden und helfen den Antrag zumindest für das NRW-Programm „Zukunft Stadtraum“ vorzubereiten. Dieser kann allerdings nur durch die Stadt Köln (nicht von der BV) gestellt werden, so dass der Bezirk den Antrag an die Stadt leiten wird. Insgesamt bekamen wir ein dickes Lob ausgesprochen und viel Anerkennung für diese hochprofessionelle Arbeit.

Parallel dazu werden wir die übrigen Bezirksparteien noch einmal anschreiben und eine Online-Präsentation anbieten und auch die im Rat der Stadt vertretenen Parteien zu einer Online-Präsentation einladen.

4- Vereinsvorgründung
Es wurde in der Zwischenzeit eine GbR gegründet für den Fall dass für Anträge oder Auszahlung von Zuschüssen eine juristische Person (mit eigenem Bankkonto) verfügbar ist. Die GbR wird unter dem Namen Anno Kluß und Bernd Blaschke clouth4future GbR geführt. Sie wird aufgelöst sobald sich der Clouth-Verein gegründet hat.

Clouth-Meeting

Am 18.2. um 20 Uhr fand das nächste Clouth4Future Online-Meeting statt

Teilnehmer:

Bernd Blaschke

Regina Commerell

Jürgen Schramm

Dieter Mack

Anke Hochmand

Wolfgang Kasper

Andreas Becker und Markus Petry – neu –  JCS 1-3 / 5-7

Carolin Glaser

Alexander Fiseni

TOPs:

  • Begrüßung
  • Vorstellrunde
    • 2 neue Interessenten
    • Dieter Mack mit WEG, die ab 2022 Dach – nach Ende der Gewährleistung – mit einer PV-Anlage installieren will
  • Feedback Solarinfoabend (alle) / Aktion DachPV Strategieentwicklung
    • Energiegewinner machen nä Wo Infoabend für Baugruppen. Bernd klärt ob weitere geplant sind. Es gibt weitere Interessen aus JCS.
    • Weiterer Infoabend von C4f geplant infolge des Termins bei EnerGew
  • Balkonstromworkshop (Alex)
    • Alex bietet WKS an, Terminorga über Bernd. Online-Veranstaltung. Ggf. Dachbesichtigung.
    • Evtl. auch Batterieselbstbaukurs für Zwischenspeicherung möglich. Idee von Bernd mit Wolfgang. Ggf. auch ausrangierte Autobatterien nutzbar.
  • Sachstand Vereinsgründung – kein Input
  • Werbungskosten Umlage > Bernd informiert über Sachlage
  • Weitere Aktionen:
    • Zukunft Stadtraum – Initiative Ralf – Antrag wird aus Initiative C4F gestellt.  Einladung vom Bürgerrat:Klima bzw. bei der Bezirksvertretung Nippes. Bernd schickt Präsentation rum.
    • Antragstellung Stadt Köln Programm Klimaschritte. Geplant ist Schaukasten an zentraler Stelle aufzustellen, Auslagen für Infomaterial vergüten.
    • Weitere Infos an Gruppe hierzu in 4-6 Wochen.
    • Geplant ist Straßenfest für gesamtes Quartier im Herbst.
  • Wanderbäumeallee: Wolfgang besucht diese am Wochenende
  • Nächster Termin:
    • Do, 25.03. 20 Uhr

Clouth macht Online Solarstrom

In einer gut zweistündigen Onlinesitzung haben sich die 25 Teilnehmer*innen über das gesamte Thema Solarstrom im Haushalt informieren können. In zwei Anwenderberichten wurde über Erfahrungen mit einer Solardachanlage und einem Balkonmodul informiert. Während eine Solardachanlage erheblich mehr Aufwand bedeutet kann sich fast Jeder ein Solarmodul an den Balkon hängen oder auf die Terrasse stellen. Aber die Zuhörer*innen waren sowohl als auch interessiert und am Ende der Veranstaltung wurde ein lange Frageliste beantwortet. Hierbei hat Kay Voßhenrich als GF der Energiegewinner den größten Arbeitsanteil konnte alle Fragen beantworten und dabei auch noch die Energiegewinner vorstellen.

Da gibt es noch reichlich Potential für Solardächer!


Zum Schluss gab es noch fünf Hinweise:

  • die interessierten Eigentümergemeinschaften erhalten in Kürze von den Energiegewinnern eine Einladung zu einer speziellen Online-FAQ-Fragestunde
  • Balkonstrom kann auch Do-It-Yourself gemacht werden. Wir werden Alexander bitten eine DIY-Baukurs anzubieten
  • Weitere Informationen zum Balkonstrom bei der Verbraucherzentrale NRW.
  • Köln wird sich voraussichtlich am Städte-Wettbewerb beteiligen mit dem Ziel, in möglichst kurzer Zeit seine Solarflächen zu verdoppeln (https://faktor2.solar/staedte-challenge/). Wir haben gute Chancen, denn wir in Köln gehören mehr zur Bezirksliga und könnten auf diesem Wege zumindest in die Kreisliga aufsteigen.
  • Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom, bei einem Wechsel zu Ökostromanbietern die Empfehlungen von Utopia beachten.
  • Derzeit läuft ein Bürgerbegehren mit dem Ziel, die Rhein-Energie zu 100 % Ökostrom zu verhelfen. Dafür fehlen uns noch einige Unterschriften, entspr. Unterschriftenlisten haben alle Clouthbewohner erhalten (noch mehr gibt es bei Bernd).

Wir bleiben am Ball und werden auch wieder einladen und berichten.

Im übrigen: wer sich in Clouth für Fragen des Verkehrs (weniger Stein, mehr Grün) und für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität interessiert ist herzlich willkommen. An der Gründung eines Vereins wird gerade gearbeitet und ein großes Straßenfest im Herbst ist auch geplant.

Beste Grüße vom Orgateam

Anno, Bernd und Regina

Clouth macht Sonnenstrom

Energiewende selbst gemacht

Infoabend am Mi, 3. Februar 2021,  20 Uhr

Bisher sind nur wenige Dächer mit Photovoltaikanlagen bestückt (gelb markiert).
Seht selbst wie viel Dachfläche noch problemlos genutzt werden kann!
Damit könnte auf Clouth ca. 70% Stromautarkie erreicht werden.

Solarstrom vom eigenen Dach
Dach verpachten, Strom beziehen

Balkonstrom
Sonnenstrom vom eigenen Balkon

Echter Ökostrom
durch ausgewählte Ökostromanbieter

Hallo, liebe Nachbar*innen im Clouth-Quartier!

Das Jahr 2020 war das trockenste Jahr seit der Wetteraufzeichnung und fast das heißeste. Die Auswirkungen des Klimawandels sehen wir weltweit an den vertrockenden Bäumen im Clouthquartier und im Giesbertspark, die nur durch massives Gießen gerettet werden konnten. So wie dieser Klimawandel durch uns Menschen verursacht ist, haben auch wir Menschen die Möglichkeit zum Gegensteuern. Um den endgültigen Hitzekollaps noch zu vermeiden, müssen wir den CO2 Ausstoß pro Kopf von derzeit durchschnittlich 11t auf 1t senken! Eine einfache Möglichkeit ist es im Mehrfamilienhaus das eigene Dach an eine Energiegenossenschaft zu verpachten, die dort eine Solaranlage installiert und betreibt. Egal von welchem Anbieter können auf jeden Fall alle Bewohner 100%igen Ökostrom beziehen. Durch den Wechsel zu Ökostrom kann jeder von uns den verursachten CO2 Ausstoß um ca. 0,5t pro Jahr senken – pro Kopf! *
Mit der Stromerzeugung auf den Dächern und Balkonen des Clouth-Quartiers gewinnt man
noch mehr:
Dezentrale Stromerzeugung durch Photovoltaik in Bürgerhand aus dem eigenen Dach

  • gibt das gute Gefühl einen langfristigen Beitrag zur Energiewende zu leisten
  • senkt die Macht der Energiekonzerne
  • sorgt für weniger Stromtrassen
  • reduziert die Aufheizung des Daches

Zur Einschätzung der persönlichen CO2-Produktion (=Ökologischer Fußabdruck) empfehlenwir den Rechner des Bundesumweltamtes:
https://uba.co2-rechner.de/de_DE

Solarstrom vom eigenen Dach
unkompliziert und effektiv

Als Wohneigentümer*innen-Gemeinschaft (WEG) könnt Ihr Euer Dach an eine Solargenossenschaft verpachten und so Strom vom eigenen Dach nutzen – ohne hohe Eigeninvestionen in eine eigene Photovoltaikanlage. 

Vier Mehrfamilienhäuser auf dem Clouth-Gelände haben bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und erzeugen mit dem „Mieterstrommodell“ bis zu 60% ihres Strombedarfs selbst. Die Strompreise für die Verbraucher*innen sind – gesetzlich garantiert – um 2ct pro kWh niedriger als die Grundversorgertarife. 

Der Geschäftsführer der energiegewinner eG, selbst Bewohner des Clouth-Quartiers, erläutert an diesem Abend das Modell und beantwortet gerne Eure Fragen.

Balkonstrom
Falls das Dach nicht genutzt werden kann

Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, mit einem Solarpanel im Außenbereich der eigenen Wohnung Strom zu erzeugen, der durch die wohnungseigene Steckdose Euch ganz unmittelbar zu Gute kommt. 

Keine Bürokratie, keine Veränderungen an eurer Elektroinstallation, keine Abrechnung: Strom von der Sonne direkt in die eigene Wohnung. Ein Nutzer berichtet bei der Infoveranstaltung von seinen Erfahrungen. 

Weitere Infos zum Balkonstrom von der Verbraucherzentrale NRW.

Echte Ökostromanbieter
Auch ohne „do it yourself“ 100% erneuerbare Energien nutzen

Fast jeder Stromanbieter hat Ökostromtarife. Die meisten Anbieter profitieren jedoch auch noch von nicht erneuerbaren Energien, weil sie auch Atom- oder Braunkohlekraftwerke betreiben. Wer von dort „Öko“-Strom bezieht, fördert so indirekt Kernenergie oder Kohleverbrennung.

Deswegen empfehlen wir, einen Anbieter zu wählen, der zu 100% in regenerative Quellen investiert: zum Beispiel Naturstrom, Greenpeace Energy, EWS Schönau, Prokon, Bürgerwerke, Polarstern. 

Genaue Infos dazu gibt es auf: https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/

Die Strompreise weichen kaum ab und liegen meist unter den Grundversorgertarifen der Rheinenergie. Infos und Empfehlungen zum Wechsel werden gerne am Infoabend geboten.   So kann jede*r von uns selbst die Energiewende unterstützen und so einen kleinen Teil im Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Wer sind wir?

Organisiert wird dieser Infoabend durch eine Nachbarschaftsgruppe, die sich unter
dem Namen “Clouth 4 Future” im Frühjahr 2019 zusammengefunden hat.
Wir möchten ohne wirtschaftliches Interesse im Veedel über die Möglichkeiten im
Kampf gegen den Klimawandel und über einen nachhaltigeren Lebensstil informieren.
Wir treffen uns regelmäßig, um Aktionen wie diese zu organisieren. Über Ideen, Vorschläge
und vor allem Teilnahme freuen wir uns.
Mehr Informationen unter:
www.clouth4future.de
V.i.S.d.P und weitere Informationen:
Bernd Blaschke,
Josefine-Clouth-Str. 15
50733 Köln
bblaschke@online.de

Stadtradeln Köln: Nippes vorne weg

Zum fünften Male nahm Köln im Jahr 2020 am Wettbewerb Stadtradeln teil. Zum zweiten Mal war das vergleichsweise junge Stadtquartier Clouth teilnehmende Gruppe, dieses Jahr unter dem Namen „Clouth4Future“ und unter dem lockeren Dach der gleichnamigen Initiative klimainteressierter Veedelsbewohner*innen. Im gesamten Stadtgebiet radelten vom 21. August bis 10. September 2020 5.181 Kölnerinnen und Kölner um …, ja um was eigentlich? Um die Wette ist einerseits richtig und doch zu einfach. Um eine andere Verkehrspolitik zu fordern ist sicherlich ein weiterer maßgeblicher Grund dieser Initiative. 

Clouth4Future als Team bei Stadtradeln Köln

Im Team Clouth4Future versammelten sich 32 Radfahrer*innen, die in Summe 7.867 Kilometer zusammentrugen, pro Kopf also etwas über 245 Kilometer, bzw. stolze 11,7 Kilometer pro Kopf und (Aktions-)Tag. Dabei verteilten sich die Kilometer naturgemäß etwas uneinheitlich innerhalb des Teams, da sicherlich einige Radfahren als Hobby verstehen und so mit ihren Freizeit-Kilometern die eigenen Werte und die des Teams ausbauen konnten. So fuhren die beiden eifrigsten Vertreter des Teams jeweils mehr 500 km in drei Wochen.

Zu zweit macht Radfahren gleich doppelt Spaß!

In der App und auf der Webseite www.stadtradeln.de konnte man während des Aktionszeitraums die eigenen Werte und die des Teams mitverfolgen und sich mit den insgesamt 378 anderen Teams messen. Hier lag Clouth4Future stets im vorderen Drittel, also innerhalb der Top 100 Teams.  Am Freitag, den 10. Dezember wurden die finalen Auswertungen veröffentlicht. Und plötzlich rutschte Clouth4Future doch noch auf’s Podest. In der Sonderkategorie Stadtteilteams  „Bürgerengagement/ Ortsteile“ schafft es das Veedelsteam Clouth4Future auf Platz 1 – wow!

Fahrradzone Clouth-Quartier

Die innenstadtnahe Lage des Clouth Quartiers und die guten (wenn auch ausbaufähigen und -nötigen) Radinfrastrukturen führen zu einem hohen Rad-Anteil am lokalen Verkehrsmix. Dies spiegelt sich auch wider in einer möglichen Umwidmung der Straßen wie es in der Lokalpresse vorgestellt wurde. Ende September berichtete der Kölner Stadtanzeiger über eine entsprechende Initiative, das ganze Clouth Quartier zur Fahradzone umzuwidmen. Eine in den Artikel eingebundene Umfrage führte zu einem eindeutigen Votum: Von 343 Stimmen drückten 73 % ihre Zustimmung dazu aus, das Clouth Quartier zur Fahrradzone umzugestalten. (Quelle: Kölner Stadtanzeiger; Stand: 13.12.2020). Auch der Bezirksrat, nach der Kommunalwahl mit mehr grünem Geist denn je ausgestattet, greift diese Initiative auf. Am 3. Dezember erfolgte die Aufforderung an Moderne Stadt und Verwaltung, die Umwidmung des Clouth-Quartiers zur Fahrradzone zu prüfen. 

Stadtradeln: Kritik an der Systematik

1.053.952 km wurden innerhalb der genannten drei Wochen erfasst, was rein rechnerisch zumindest eine Ersparnis von 155 Tonnen CO2 bedeutet. Allerdings kann hier die Kritik geäußert werden, ob wirklich C02 eingespart wurde, welches sonst emittiert worden wäre, oder aber ob Rad-Aktive ihr normales Verkehrsverhalten aufgezeichnet haben und vielleicht sogar den einen oder anderen Kilometer gefahren sind, den sie außerhalb der Aktion gar nicht gefahren wären. Wichtiger wäre es sicherlich, routiniertes Autofahren auf das Rad zu verlagern und diese tatsächlich eingesparten Strecken zu erfassen. Dennoch verstehen wir es als starkes Statement, dass Radfahren in der Kölner Mobilität ein relevantes Gewicht hat. 

Stadtradeln 2021: Das Clouth ist wieder dabei

Im Jahr 2021 wird vermutlich das Stadtradeln in Köln wieder in der Jahreshälfte stattfinden. Wir freuen uns darauf, dann vielleicht auch wieder mit gemeinsamen Radtouren den prominenten ersten Rang im Bereich Stadtteile zu verteidigen. Wichtiger aber ist das Signal an die Stadtverwaltung und -politik, eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums für die verschiedenen Verkehrsarten zu schaffen – unabhängig davon, ob der einzelne Fahrradkilometer gerade Hobby oder Weg zum Büro oder Einkauf ist. 

Wildblumen, Streuobst und alte Sorten

Wortbeitrag von Elke Uhl zum „Tag des guten Lebens in der Nachbarschaft“ am 04.10.2020: 

Ich bin Elke Uhl und bin von den Organisatoren der Veranstaltung gebeten worden, etwas zu unseren Projekten im Viertel zu sagen. Ich stehe hier stellvertretend für eine Initiative von Anwohner*innen, die sich für Klimaschutz, Artenvielfalt und regionale Lebensmittel engagiert. Seit neuestem hat die Gruppe auch einen Namen, nämlich Initiative Clouth Garten. Unterstützung hat die Initiative in den letzten Monaten aber auch von vielen Nachbar*innen bekommen, die eigentlich nicht zur Initiative gehörten, aber einfach mit angepackt haben. 

Trotz großer Freude über mein neues Zuhause im Viertel mit dem nahe gelegenen Park, wirkte vor zwei Jahren als ich eingezogen bin, alles zunächst einmal erschreckend grau auf mich. Normal für ein Neubauviertel, aber trotzdem schien mir hier in Zeiten des Klimawandels viel zuviel Fläche versiegelt worden zu sein. In dieser Zeit lernte ich Britta Eschmann von der „essbaren Stadt“ kennen. Wir hatten damals gemeinsam die Idee, dass es nicht nur schön, sondern auch sinnvoller wäre, statt der von Landschaftsarchitekten vorgesehenen 4 Standard–Baumsorten, im Viertel Obstbäume, und zwar ganz bewußt alte Sorten, zu pflanzen. So könnten wir einen Beitrag zur notwendigen Artenvielfalt leisten und hätten Bio–Anbau direkt vor der Haustür. Das ist nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Insekten, Vögel und viele andere Park- und Viertelbewohner. 

Parallel hatte sich noch eine Wildblumen–Initiative gegründet, mit der wir uns dann zusammengeschlossen haben. 

Nach mehreren konstruktiven Gesprächen mit dem Grünflächenamt und der modernen Stadt, eifrigen Recherchen der Gruppe nach geeigneten Obstbaumsorten und einer Konzeptentwicklung zusammen mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, sind dann innerhalb der letzten zwei Jahre aus 1 Projekt drei geworden:

Das erste Projekt ist die Anlage einer Wildblumen- und Streuobstwiese im Johannes-Giesberts-Park. 

Das zweite Projekt sind die Anpflanzung von alten Obstbaumsorten auf dem südlichen Teil des Luftschifftplatzes und auf dem Pocket-Park, der gegenüber dem Pförtnerhäuschen an der Ecke Josefine-Clouth-Str./Xantener Str. entstehen wird. 

Das ganze findet unter Federführung und in enger Zusammenarbeit mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln statt. 

Dabei haben wir festgestellt, dass man Artenvielfalt kennen muss, wenn man sie schützen möchte. Deshalb sind neben unserer eigenen Fortbildung, nach der Pandemie auch pädagogische Projekte mit den umliegenden Kindergärten und Schulen geplant. 

Als drittes Projekt ist dann in diesem Sommer aufgrund der großen Trockenheit im dritten Jahr in Folge die Gießaktion für die Stadtbäume hinzugekommen. Dafür hat die RheinEnergie uns ein Standrohr für Hydranten ausgeliehen und das Wasser gesponsort. Wir haben uns im August und September um die Jungbäume im Johannes-Giesberts-Park, in Teilen der Josefine–Clouth–Str., der Florastraße und im Lent-Park gekümmert. (Das haben viele Nachbar*innen, die die Bäume vor ihren Haustüren gegossen haben übrigens auch getan und dafür ihr eigenes Wasser genommen. Vielen Dank auch dafür an dieser Stelle!)

Bereits in wenigen Wochen werden wir im Johannes-Giesberts-Park die Wildblumenwiese einsäen. Wir können aufgrund der Pandemie noch nicht sagen, ob wir diese Aktion alleine mit den Mitarbeitern des NABU machen müssen oder, so wie wir das ursprünglich geplant hatten, alle interessierten Nachbar*innen miteinbeziehen können.  Aber auch hierzu wird es rechtzeitig Aushänge an den Eingängen auf dieser Seite des Parks geben. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Sicher ist, das bei dieser Aktion unser aller Gesundheit an erster Stelle stehen wird.

Vielen Dank für Ihre/Eure Aufmerksamkeit!

Neben Wasser, Luft und Boden stellt die Artenvielfalt eine wichtige Ressource unserer Erde dar. Für funktionierende Ökosysteme ist der Erhalt der Arten entscheidend, denn über die Nahrungskette sind die Lebewesen aufeinander angewiesen. Deshalb haben wir uns auch bewußt für alte Obstbaumsorten entschieden.

Beteiligt an den Projekten sind das Grünflächenamt, die moderne Stadt, die essbare Stadt, und die Biologische Station Leverkusen-Köln des NABU

Das war unser Tag: Kundgebung am 4. Oktober 2020

Für den 4. Oktober hatten wir zu einer Kundgebung die Bewohner des Clouth-Viertels eingeladen und trotz durchwachsenen Wetters und einiger kritischer Äußerungen vorab waren Interessenten gekommen, für eine Veranstaltung in Coronazeiten gerade zahlreich genug, so dass die vorgeschriebenen Abstände gut eingehalten werden konnten.
Drei Forderungen hatten wir in den vorbereitenden Sitzungen ausgemacht:
– mehr Grün in unseren Strassen
– Fahrradzone für Clouth-Viertel
– Strasse als Raum für Begegnungen gestalten

Kurz vor 15 Uhr kamen wie erwartet die beiden Revierpolizistinnen und überzeugten sich, dass die Straßendekoration der Anmeldung entsprach und verabschiedeten sich nach 5 Minuten mit dem Satz „wir wünschen Ihnen gutes Gelingen“(gegen Ende der Veranstaltung ein zweiter Besuch, der im Schritttempo aus dem Auto heraus erfolgte). Die Arbeit der Kölner Polizei muss an dieser Stelle ausdrücklich gelobt werden: der Antrag auf Genehmigung einer Veranstaltung wurde innerhalb von 24 Std. bearbeitet und kommentarlos genehmigt und die Observation unserer Veranstaltung verlief als netter unaufgeregter Besuch. Danke!

Impression

Die Planung und Durchführung hatten einige engagierte Bewohner*innen des Clouth-Viertels kurzfristig übernommen, nur vier Wochen lagen zwischen dem ersten Arbeitstreffen und dem 4. Oktober, und dafür haben wir eine runde Veranstaltung auf die Beine stellen können: J-C-Strasse Ecke am Walzwerk standen zwei TT-Platten (wovon eine wegen Überforderung vorzeitig den Geist aufgab) und hier befand sich auch der Start für die Clouth-Olympiade, deren schwierigste Disziplin darin bestand, im Kinderrollstuhl rückwärts auf den Bürgersteig zu rollen. Vor der nächsten Ecke a.d. Stahlseil hatte HdaK ein großes Brett mit Fotos verschiedener Straßen aus dem Kiez aufgestellt und die Besucher hatten Gelegenheit, mit + und – ihre individuellen Bewertungen vorzunehmen (unsere J-C-Strasse wurde Sieger in der Negativ-Wertung). Direkt an der Ecke der Stand der Klimafreunde: hier konnte jeder seine Klimabilanz an Hand von Bauklötzen visualisieren lassen und mit Unterstützung des Moderators über Abhilfe nachdenken. Dann von Veedelsplan eine Karte von Nippes mit den interessantesten Bauwerken und gemütlichsten Orten, die hier noch ergänzt werden konnten (die Flora war der Sieger).

Veedelskarte

Im letzten Teil der Straße zwei Mitmachaktionen: eine stabile in Holz gefertigte Blumenbeetumrandung (mit Sitzgelegenheit) stand zusammen mit vier Blumenkästen und etlichen Pflanzen bereit, um die Warnbarke auf der neuen Verkehrsinsel zu verschönern. Eine Nachbarsfamilie packte sehr engagiert mit an und erklärte sich darüber hinaus spontan bereit die Pflanzen zukünftig zu pflegen (herzlichen Dank). Die Einweihung fand unter großem Applaus statt. Ganz am Ende der Absperrung dann die Ralleystrecke für das Lastenfahrrad e-Donkey, für welches sich zeitweise Warteschlangen bildeten. Dieses Lastenrad kann Auf dem Stahlseil Nr. 7 ausgeliehen werden.

Warnbarke mit Blumenbeet

In der gleichen Strasse eine große Aktion der Spielewerkstatt, die in der Halle 7 zuhause ist. Am Sonntag wurde ein Pavillon aufgebaut für die kleinen Künstler (hauptsächlich wurde gemalt), davor standen verschiedene Spielgeräte zum Ausleihen bereit, die auch von vielen Kindern genutzt wurden. Gleich nebenan der Arbeitstisch vom Repaircafé, welches sich bereit erklärt hatte trotz Sonntag kleinere Reparaturen durchzuführen.

e-Donkey in voller Fahrt (nächstes Mal mit Helm bitte)

Nicht zu vergessen diejenigen Engagements, die sich nicht präsentieren konnten:
– die Wildblumenwiese und die Streuobstwiese, die im nördlichen Teil des Johannes-Gisbert-Parks noch in diesem Jahr entstehen soll

– die Gießaktion: in der Trockenzeit werden einmal pro Woche die jungen Bäume in den Straßen und im Park gegossen (genauer die Wassersäcke gefüllt)

– die Verkehrsgruppe stellte sich vor (Aktion mit den Verkehrsberuhigungsinseln)

– ein Chor sollte singen (aber nicht wenn Corona singt)

– die Energiegenossenschaft „Energiegewinner“ wollten den Balkonstrom erklären, aber die Sonne fehlte

– Pinwand mit weiteren Ideen was noch fehlt bzw. was unbedingt gemacht werden muss: drei Mal vorgeschlagen wurde eine Möglichkeit für einen ungezwungenen Kaffeeplausch anzubieten, der sich regelmäßig treffen sollte (wöchentlich oder monatlich)

Ideenschmiede

– schließlich noch der Hinweis auf eine Unterschriftenliste, ausgelegt von der Organisation Klimawende, die für ein Bürgerbegehren für 100 % Ökostrom wirbt.

Zum Schluss der Dank an alle die vorne am Rednerpult oder hinten an den Tischen an 4.10. mitgewirkt haben und an alle, die bereits im Vorfeld sich engagiert hatten. In der Abschlussrunde wurde festgestellt, dass erstmalig die Baugruppenbewohner mit den übrigen Bewohnern des Clouth-Viertels etwas gemeinsam auf die Beine gestellt haben und es wurde vereinbart, dass wir diese Aktion – nicht nur eine Kundgebung sondern ein großes Strassenfest für’s ganze Viertel – im nächsten Jahr wiederholen wollen, wenn Corona es zuläßt. Bis dahin werden wir auf jeden Fall in kleineren Runden an anderen wichtigen Themen weiterarbeiten um unser Veedel lebenswerter zu machen.

Bernd

Gutes Leben in der Nachbarschaft

am kommenden Sonntag den 4.10. findet auf der Josefine-Clouth-Str. und Auf dem Stahlseil eine Veranstaltung statt, die sich an alle Bewohner*innen des Clouth-Viertels richtet und zum Motto hat, das Leben in der Nachbarschaft zu verbessern, eine Veranstaltung, die sich an Kinder und Jugendliche, an junge Familien und an unsere Senioren im Veedel wendet. Ein Nachbarschaftsfest ist wegen Corona nicht gestattet, aber die Polizei erlaubt eine Kundgebung mit begrenzter Teilnehmerzahl. Deswegen gibt es auch ein Rednerpodest und Jede und Jeder hat Gelegenheit, ihre oder seine Verbesserungsvorschläge als Text an einer Pinwand auszuhängen oder kurz vorzutragen.

Das ist aber noch nicht alles an Angeboten, denn einige Initiativen stellen sich vor und haben einen Stand auf der Strasse. Ihr könnt Euch bspw. über Balkonstrom, Leih-Lastenräder oder Repair-Café informieren und auch Euren ökologischen Fußabdruck vermessen lassen – tut gar nicht weh, kann aber nachdenklich machen. Ihr könnt Euch über die Aktionen der Verkehrsgruppe informieren lassen, vielleicht interessiert Euch wer die Streuobstwiese plant und welches Obst wir dort zukünftig pflücken können. Vielleicht interessiert es Euch auch wer in der heißen Zeit unsere Strassenbäume gießt?

Für die Kinder und Jugendlichen stehen die Strassen zum Spielen bereit, mit Straßenkreide wird die Fahrbahn verschönert und alle bringen ihre Springseile, Hula-Reifen, Roller und Kettcars mit (geplant sind Wettfahrten).

Offizielle Sitzgelegenheiten oder gar Biertische dürfen nicht aufgestellt werden, aber jeder kann sein Sitzmöbel mitbringen und dazu seine Thermoskanne und selbstgemachten Kuchen (notfalls auch Fertigkuchen) . Dazu könnte man den Nachbarn einladen oder mit der unbekannten Nachbarin über die lauten Motorräder tratschen oder ob es ein Restaurant in Clouth 104 geben wird.

Auf dem beigefügten Flyer findet Ihr weitere Informationen
https://drive.google.com/file/d/13XB8m_dYyUipp6ym4xMiwky5z_Z82Iow/view?usp=sharing

Wir suchen auch noch Aktive, die sich an den letzten Vorbereitungen beteiligen, das nächste Treffen findet am Freitag den 2.10. um 19 Uhr im Gemeinschaftsraum der Baugruppe HerzClouth in der Strasse Auf dem Stahlseil 4 statt. Jede und Jeder ist herzlich Willkommen.

Jetzt bitte noch Daumen drücken für gutes Wetter.

Auf dieser Kreuzung ist am 4. Oktober mehr los.

Klimawende unterstützen

Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht auf die Klimaveränderungen hingewiesen wird, entweder lediglich als knapper Bericht (der Waldverlust weltweit wird auf 10 Mill. ha jährlich geschätzt) oder als besorgte Meldung (28 Millionen Euro Sondermittel werden in NRW für zusätzliche Hilfen für den Wald bereit gestellt), im Fernsehen warnt der Klimaforscher Mojib Latif bei Lanz vor weiteren Waldbränden (Hinweis auf sein neuestes Buch: Heißzeit), das Matterhorn droht abzustürzen, in Sibirien werden laut Zeit Online über Tage in der kältesten Stadt der Erde (Werchochjansk) fast 40 Grad gemessen und trotz Coronakrise steigt der CO2-Gehalt weltweit (um 60% seit 1990 trotz diverser Klimakonferenzen). Er verweist zugleich auf die positive Klimabilanz Deutschlands (Dank Corona) und auf die ökonomische Wirkung: trotz unerwartet hoher EE im Strombereich (55 % im 1. Halbjahr 2020) sind weder die Zahl der Arbeitslosen gestiegen noch gab es Stromausfälle.

Und dennoch sind wir besorgt, denn es ist das geringe Fortschritttempo, die Bundesregierung will bis 2040 den CO2-Ausstoß um 70 % reduzieren. Das scheint ehrgeizig, aber bei dieser Geschwindigkeit des CO2-Rückbaus wird das Wunschziel einer 1,5 Grad-Erwärmung nicht zu erreichen sein. Im akuellen Bericht der Bundesregierung ist die 1,5 Grad-Marke bereits gerissen und passiert weiterhin so wenig wie bisher sind die 4 Grad nicht ausgeschlossen. Dann werden extreme Wetterereignisse uns schwer zu schaffen machen (Nippes liegt im Hochwasser- als auch im Grundhochwasserbereich) und der Meeresanstieg nur durch das Schmelzen des Grönlandeises beträgt etwa 7 m und damit sind alle größeren Küstenstädte versunken

Für den gesamten Energiebedarf ist der interessanteste Sektor die Stromerzeugung mittels EE. Hier stehen seit Jahren Technologien zur Verfügung, die einen schnellen Ausbau ermöglichen und die die Grundlage für den Umbau der anderen Sektoren bilden, bei denen ein Wechsel so schnell nicht möglich ist, z.B. Wohnen oder Verkehr. Damit ist klar, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um 100 % EE zu erhalten. Die Initiative Klimawende hat sich dieses erste Ziel vorgenommen, den in Köln verbrauchten Strom aus EE zu gewinnen. Nach eigenen Berechnungen liegt die Ökostromerzeugung der Rhein-Energie im einstelligen Bereich und es ist Ziel der Unterschriftenaktion, den Umbau auf 100 % Ökostrom bis 2030 abzuschliessen.

In den nächsten Tagen wird das Bürgerbegehren offiziell an den Start gehen, es fehlt noch eine Kostenschätzung die im Bürgerbegehren vorgesehen ist, damit die Bürger wissen, welche Kosten mit dem Antrag verbunden sind. Die c4f-Gruppe will sich an der Unterschriftenaktion beteiligen, da uns der Ernst der Situation bewußt ist und wir zudem überzeugt sind, dass bei ernsthaftem Willen der Umbau unseres Energiesystem sowohl eine Herausforderung als auch Chance ist. Für die Kohleindustrie ist die Zeit abgelaufen, die Kosten zum Weiterbetrieb sind astronomisch und unwirtschaftlich und die Schäden nicht mehr zu beheben (sobald ein Kipppunkt erreicht ist sogar unmöglich).

Unser erster Auftritt soll am Freitag den 28. August stattfinden,
um 16 Uhr öffnet das Repair-Café
und wir wollen mit einem Tisch uns dazustellen und mit den Repairkunden ins Gespräch kommen, um ihre Unterschrift zu erhalten.
Am Mittwoch den 12.8. hat sich ein Vorbereitungsteam getroffen und noch diese Vorschläge ausgearbeitet:

  • Jürgen wird 2 – 3 Tische bereit stellen
  • Anno bringt ein großes Holzwindrad mit als Ey-catcher
  • Philipp besitzt einen Pavillon falls Schutz vor Hitze oder Regen notwendig ist
  • Bernd besorgt die Unterschriftenlisten und Infomaterial
  • Jürgen und Anno versuchen ein Banner herzustellen

Ökostrom in unserer EG

In unserer Eigentümergemeinschaft haben wir als Eigentümer jeder seinen eigenen Stromlieferanten, manche haben auch einen der sie mit Ökostrom beliefert, aber als Eigentümergemeinschaft bezogen wir bis vor kurzem unseren Strom von RheinEnergie und der war nicht Öko. Auf unserer letzten Eigentümerversammlung haben wir den Wechsel beschlossen, allerdings mit der Auflage, dass der Preis max. um 10 % steigen darf. Das schien unproblematisch, doch ein Haus mit 32 Wohneinheiten, großer Tiefgarage und 4 Fahrstühlen ist Großverbraucher und entsprechend günstig war der Stromtarif der RheinEnergie. Wir waren uns einig, dass wir nicht den billigsten Ökostromanbieter auswählen wollten sondern nur einen, der wahren Ökostrom anbietet. Was einen wahren Ökostromanbieter auszeichnet kann man bei Utopia.de nachlesen, hier eine Zusammenfassung:

  • Der Ökostrom wird zu 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt.
  • Der Ökostromanbieter ist mit einem Tarif in den EcoTopTen Ökostrom vertreten. Die EcoTopTen-Kriterien findest du hier.
  • Der Ökostromanbieter wurde von Öko-Test zuletzt mit sehr gut, gut oder befriedigend bewertet.
  • Der Stromanbieter ist nicht an einem Atomkraftwerk beteiligt und hat nach 2016 keine direkte Beteiligung an einem Kohlekraftwerk erworben.
  • Der Stromanbieter fördert im Vergleich aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien und belegt dies unter anderem mit Ökostrom-Siegeln.

Darüber hatten wir noch Kündigungsfristen, Mindestlaufzeit, Preisgarantie und schließlich die Kosten für die kWh berücksichtigt. Zuletzt mußten wir feststellen, dass man keine korrekten Ergebnisse erhält wenn man nur die Internetseiteninformation berücksichtigt, denn auf den Preis werden Gebühren für mehrere Zählerstellen berechnet und für Großverbraucher kann der günstigere Gewerbestrom gewählt werden.
Aus dem Kreis der 16 Anbieter fiel unsere Wahl schließlich auf die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und von dem Wechsel haben wir nichts gemerkt, und teurer ist es auch nicht geworden. Na bitte, geht doch.

Bernd