Clouth macht Sonnenstrom

Energiewende selbst gemacht

Infoabend am Mi, 3. Februar 2021,  20 Uhr

Bisher sind nur wenige Dächer mit Photovoltaikanlagen bestückt (gelb markiert).
Seht selbst wie viel Dachfläche noch problemlos genutzt werden kann!
Damit könnte auf Clouth ca. 70% Stromautarkie erreicht werden.

Solarstrom vom eigenen Dach
Dach verpachten, Strom beziehen

Balkonstrom
Sonnenstrom vom eigenen Balkon

Echter Ökostrom
durch ausgewählte Ökostromanbieter

Hallo, liebe Nachbar*innen im Clouth-Quartier!

Das Jahr 2020 war das trockenste Jahr seit der Wetteraufzeichnung und fast das heißeste. Die Auswirkungen des Klimawandels sehen wir weltweit an den vertrockenden Bäumen im Clouthquartier und im Giesbertspark, die nur durch massives Gießen gerettet werden konnten. So wie dieser Klimawandel durch uns Menschen verursacht ist, haben auch wir Menschen die Möglichkeit zum Gegensteuern. Um den endgültigen Hitzekollaps noch zu vermeiden, müssen wir den CO2 Ausstoß pro Kopf von derzeit durchschnittlich 11t auf 1t senken! Eine einfache Möglichkeit ist es im Mehrfamilienhaus das eigene Dach an eine Energiegenossenschaft zu verpachten, die dort eine Solaranlage installiert und betreibt. Egal von welchem Anbieter können auf jeden Fall alle Bewohner 100%igen Ökostrom beziehen. Durch den Wechsel zu Ökostrom kann jeder von uns den verursachten CO2 Ausstoß um ca. 0,5t pro Jahr senken – pro Kopf! *
Mit der Stromerzeugung auf den Dächern und Balkonen des Clouth-Quartiers gewinnt man
noch mehr:
Dezentrale Stromerzeugung durch Photovoltaik in Bürgerhand aus dem eigenen Dach

  • gibt das gute Gefühl einen langfristigen Beitrag zur Energiewende zu leisten
  • senkt die Macht der Energiekonzerne
  • sorgt für weniger Stromtrassen
  • reduziert die Aufheizung des Daches

Zur Einschätzung der persönlichen CO2-Produktion (=Ökologischer Fußabdruck) empfehlenwir den Rechner des Bundesumweltamtes:
https://uba.co2-rechner.de/de_DE

Solarstrom vom eigenen Dach
unkompliziert und effektiv

Als Wohneigentümer*innen-Gemeinschaft (WEG) könnt Ihr Euer Dach an eine Solargenossenschaft verpachten und so Strom vom eigenen Dach nutzen – ohne hohe Eigeninvestionen in eine eigene Photovoltaikanlage. 

Vier Mehrfamilienhäuser auf dem Clouth-Gelände haben bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und erzeugen mit dem „Mieterstrommodell“ bis zu 60% ihres Strombedarfs selbst. Die Strompreise für die Verbraucher*innen sind – gesetzlich garantiert – um 2ct pro kWh niedriger als die Grundversorgertarife. 

Der Geschäftsführer der energiegewinner eG, selbst Bewohner des Clouth-Quartiers, erläutert an diesem Abend das Modell und beantwortet gerne Eure Fragen.

Balkonstrom
Falls das Dach nicht genutzt werden kann

Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, mit einem Solarpanel im Außenbereich der eigenen Wohnung Strom zu erzeugen, der durch die wohnungseigene Steckdose Euch ganz unmittelbar zu Gute kommt. 

Keine Bürokratie, keine Veränderungen an eurer Elektroinstallation, keine Abrechnung: Strom von der Sonne direkt in die eigene Wohnung. Ein Nutzer berichtet bei der Infoveranstaltung von seinen Erfahrungen. 

Weitere Infos zum Balkonstrom von der Verbraucherzentrale NRW.

Echte Ökostromanbieter
Auch ohne „do it yourself“ 100% erneuerbare Energien nutzen

Fast jeder Stromanbieter hat Ökostromtarife. Die meisten Anbieter profitieren jedoch auch noch von nicht erneuerbaren Energien, weil sie auch Atom- oder Braunkohlekraftwerke betreiben. Wer von dort „Öko“-Strom bezieht, fördert so indirekt Kernenergie oder Kohleverbrennung.

Deswegen empfehlen wir, einen Anbieter zu wählen, der zu 100% in regenerative Quellen investiert: zum Beispiel Naturstrom, Greenpeace Energy, EWS Schönau, Prokon, Bürgerwerke, Polarstern. 

Genaue Infos dazu gibt es auf: https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/

Die Strompreise weichen kaum ab und liegen meist unter den Grundversorgertarifen der Rheinenergie. Infos und Empfehlungen zum Wechsel werden gerne am Infoabend geboten.   So kann jede*r von uns selbst die Energiewende unterstützen und so einen kleinen Teil im Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Wer sind wir?

Organisiert wird dieser Infoabend durch eine Nachbarschaftsgruppe, die sich unter
dem Namen “Clouth 4 Future” im Frühjahr 2019 zusammengefunden hat.
Wir möchten ohne wirtschaftliches Interesse im Veedel über die Möglichkeiten im
Kampf gegen den Klimawandel und über einen nachhaltigeren Lebensstil informieren.
Wir treffen uns regelmäßig, um Aktionen wie diese zu organisieren. Über Ideen, Vorschläge
und vor allem Teilnahme freuen wir uns.
Mehr Informationen unter:
www.clouth4future.de
V.i.S.d.P und weitere Informationen:
Bernd Blaschke,
Josefine-Clouth-Str. 15
50733 Köln
bblaschke@online.de

Stadtradeln Köln: Nippes vorne weg

Zum fünften Male nahm Köln im Jahr 2020 am Wettbewerb Stadtradeln teil. Zum zweiten Mal war das vergleichsweise junge Stadtquartier Clouth teilnehmende Gruppe, dieses Jahr unter dem Namen „Clouth4Future“ und unter dem lockeren Dach der gleichnamigen Initiative klimainteressierter Veedelsbewohner*innen. Im gesamten Stadtgebiet radelten vom 21. August bis 10. September 2020 5.181 Kölnerinnen und Kölner um …, ja um was eigentlich? Um die Wette ist einerseits richtig und doch zu einfach. Um eine andere Verkehrspolitik zu fordern ist sicherlich ein weiterer maßgeblicher Grund dieser Initiative. 

Clouth4Future als Team bei Stadtradeln Köln

Im Team Clouth4Future versammelten sich 32 Radfahrer*innen, die in Summe 7.867 Kilometer zusammentrugen, pro Kopf also etwas über 245 Kilometer, bzw. stolze 11,7 Kilometer pro Kopf und (Aktions-)Tag. Dabei verteilten sich die Kilometer naturgemäß etwas uneinheitlich innerhalb des Teams, da sicherlich einige Radfahren als Hobby verstehen und so mit ihren Freizeit-Kilometern die eigenen Werte und die des Teams ausbauen konnten. So fuhren die beiden eifrigsten Vertreter des Teams jeweils mehr 500 km in drei Wochen.

Zu zweit macht Radfahren gleich doppelt Spaß!

In der App und auf der Webseite www.stadtradeln.de konnte man während des Aktionszeitraums die eigenen Werte und die des Teams mitverfolgen und sich mit den insgesamt 378 anderen Teams messen. Hier lag Clouth4Future stets im vorderen Drittel, also innerhalb der Top 100 Teams.  Am Freitag, den 10. Dezember wurden die finalen Auswertungen veröffentlicht. Und plötzlich rutschte Clouth4Future doch noch auf’s Podest. In der Sonderkategorie Stadtteilteams  „Bürgerengagement/ Ortsteile“ schafft es das Veedelsteam Clouth4Future auf Platz 1 – wow!

Fahrradzone Clouth-Quartier

Die innenstadtnahe Lage des Clouth Quartiers und die guten (wenn auch ausbaufähigen und -nötigen) Radinfrastrukturen führen zu einem hohen Rad-Anteil am lokalen Verkehrsmix. Dies spiegelt sich auch wider in einer möglichen Umwidmung der Straßen wie es in der Lokalpresse vorgestellt wurde. Ende September berichtete der Kölner Stadtanzeiger über eine entsprechende Initiative, das ganze Clouth Quartier zur Fahradzone umzuwidmen. Eine in den Artikel eingebundene Umfrage führte zu einem eindeutigen Votum: Von 343 Stimmen drückten 73 % ihre Zustimmung dazu aus, das Clouth Quartier zur Fahrradzone umzugestalten. (Quelle: Kölner Stadtanzeiger; Stand: 13.12.2020). Auch der Bezirksrat, nach der Kommunalwahl mit mehr grünem Geist denn je ausgestattet, greift diese Initiative auf. Am 3. Dezember erfolgte die Aufforderung an Moderne Stadt und Verwaltung, die Umwidmung des Clouth-Quartiers zur Fahrradzone zu prüfen. 

Stadtradeln: Kritik an der Systematik

1.053.952 km wurden innerhalb der genannten drei Wochen erfasst, was rein rechnerisch zumindest eine Ersparnis von 155 Tonnen CO2 bedeutet. Allerdings kann hier die Kritik geäußert werden, ob wirklich C02 eingespart wurde, welches sonst emittiert worden wäre, oder aber ob Rad-Aktive ihr normales Verkehrsverhalten aufgezeichnet haben und vielleicht sogar den einen oder anderen Kilometer gefahren sind, den sie außerhalb der Aktion gar nicht gefahren wären. Wichtiger wäre es sicherlich, routiniertes Autofahren auf das Rad zu verlagern und diese tatsächlich eingesparten Strecken zu erfassen. Dennoch verstehen wir es als starkes Statement, dass Radfahren in der Kölner Mobilität ein relevantes Gewicht hat. 

Stadtradeln 2021: Das Clouth ist wieder dabei

Im Jahr 2021 wird vermutlich das Stadtradeln in Köln wieder in der Jahreshälfte stattfinden. Wir freuen uns darauf, dann vielleicht auch wieder mit gemeinsamen Radtouren den prominenten ersten Rang im Bereich Stadtteile zu verteidigen. Wichtiger aber ist das Signal an die Stadtverwaltung und -politik, eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums für die verschiedenen Verkehrsarten zu schaffen – unabhängig davon, ob der einzelne Fahrradkilometer gerade Hobby oder Weg zum Büro oder Einkauf ist. 

Wildblumen, Streuobst und alte Sorten

Wortbeitrag von Elke Uhl zum „Tag des guten Lebens in der Nachbarschaft“ am 04.10.2020: 

Ich bin Elke Uhl und bin von den Organisatoren der Veranstaltung gebeten worden, etwas zu unseren Projekten im Viertel zu sagen. Ich stehe hier stellvertretend für eine Initiative von Anwohner*innen, die sich für Klimaschutz, Artenvielfalt und regionale Lebensmittel engagiert. Seit neuestem hat die Gruppe auch einen Namen, nämlich Initiative Clouth Garten. Unterstützung hat die Initiative in den letzten Monaten aber auch von vielen Nachbar*innen bekommen, die eigentlich nicht zur Initiative gehörten, aber einfach mit angepackt haben. 

Trotz großer Freude über mein neues Zuhause im Viertel mit dem nahe gelegenen Park, wirkte vor zwei Jahren als ich eingezogen bin, alles zunächst einmal erschreckend grau auf mich. Normal für ein Neubauviertel, aber trotzdem schien mir hier in Zeiten des Klimawandels viel zuviel Fläche versiegelt worden zu sein. In dieser Zeit lernte ich Britta Eschmann von der „essbaren Stadt“ kennen. Wir hatten damals gemeinsam die Idee, dass es nicht nur schön, sondern auch sinnvoller wäre, statt der von Landschaftsarchitekten vorgesehenen 4 Standard–Baumsorten, im Viertel Obstbäume, und zwar ganz bewußt alte Sorten, zu pflanzen. So könnten wir einen Beitrag zur notwendigen Artenvielfalt leisten und hätten Bio–Anbau direkt vor der Haustür. Das ist nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Insekten, Vögel und viele andere Park- und Viertelbewohner. 

Parallel hatte sich noch eine Wildblumen–Initiative gegründet, mit der wir uns dann zusammengeschlossen haben. 

Nach mehreren konstruktiven Gesprächen mit dem Grünflächenamt und der modernen Stadt, eifrigen Recherchen der Gruppe nach geeigneten Obstbaumsorten und einer Konzeptentwicklung zusammen mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, sind dann innerhalb der letzten zwei Jahre aus 1 Projekt drei geworden:

Das erste Projekt ist die Anlage einer Wildblumen- und Streuobstwiese im Johannes-Giesberts-Park. 

Das zweite Projekt sind die Anpflanzung von alten Obstbaumsorten auf dem südlichen Teil des Luftschifftplatzes und auf dem Pocket-Park, der gegenüber dem Pförtnerhäuschen an der Ecke Josefine-Clouth-Str./Xantener Str. entstehen wird. 

Das ganze findet unter Federführung und in enger Zusammenarbeit mit der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln statt. 

Dabei haben wir festgestellt, dass man Artenvielfalt kennen muss, wenn man sie schützen möchte. Deshalb sind neben unserer eigenen Fortbildung, nach der Pandemie auch pädagogische Projekte mit den umliegenden Kindergärten und Schulen geplant. 

Als drittes Projekt ist dann in diesem Sommer aufgrund der großen Trockenheit im dritten Jahr in Folge die Gießaktion für die Stadtbäume hinzugekommen. Dafür hat die RheinEnergie uns ein Standrohr für Hydranten ausgeliehen und das Wasser gesponsort. Wir haben uns im August und September um die Jungbäume im Johannes-Giesberts-Park, in Teilen der Josefine–Clouth–Str., der Florastraße und im Lent-Park gekümmert. (Das haben viele Nachbar*innen, die die Bäume vor ihren Haustüren gegossen haben übrigens auch getan und dafür ihr eigenes Wasser genommen. Vielen Dank auch dafür an dieser Stelle!)

Bereits in wenigen Wochen werden wir im Johannes-Giesberts-Park die Wildblumenwiese einsäen. Wir können aufgrund der Pandemie noch nicht sagen, ob wir diese Aktion alleine mit den Mitarbeitern des NABU machen müssen oder, so wie wir das ursprünglich geplant hatten, alle interessierten Nachbar*innen miteinbeziehen können.  Aber auch hierzu wird es rechtzeitig Aushänge an den Eingängen auf dieser Seite des Parks geben. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Sicher ist, das bei dieser Aktion unser aller Gesundheit an erster Stelle stehen wird.

Vielen Dank für Ihre/Eure Aufmerksamkeit!

Neben Wasser, Luft und Boden stellt die Artenvielfalt eine wichtige Ressource unserer Erde dar. Für funktionierende Ökosysteme ist der Erhalt der Arten entscheidend, denn über die Nahrungskette sind die Lebewesen aufeinander angewiesen. Deshalb haben wir uns auch bewußt für alte Obstbaumsorten entschieden.

Beteiligt an den Projekten sind das Grünflächenamt, die moderne Stadt, die essbare Stadt, und die Biologische Station Leverkusen-Köln des NABU

Infoabend ökologischer Fußabdruck

Für den nächsten Infoabend planen wir eine Einführung in das Thema „Dein Ökologischer Fußabdruck“ mit praktischen Beispielen, warum unser (deutscher) CO2-Fußabdruck ziemlich groß ist und was man unternehmen könnte, um ihn zu reduzieren.
Termin noch unbekannt, bestimmt erst im nächsten Jahr, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bildergebnis für ökologischer fußabdruck deutschland

Stadtradeln

Komm ins Team: Clouth4Future

Jetzt per App anmelden und mit den Nachbarn – oder auch alleine – für den Klimaschutz radeln!

Jeder km zählt!

Das Team C4F startet:
Samstag, 01. Juni 14 Uhr

Am Eingangstor – 
Josefine-Clouth-Str./Xantener Str.

Komm vorbei, bring dein Rad mit – wir fahren gemeinsam eine leichte, kindertaugliche Strecke. Danach sammelt jede/r bis zum 21.06. Rad-km!

Wir freuen uns auf dich!

Hallo Clouthgelände!

Wir sind Nachbar*innen im Veedel, die sich für den Erhalt der natürlichen Ressourcen einsetzten, die den Klimawandel in letzter Sekunde noch verhindern wollen um damit eine lebenswerte Zukunft für alle zu ermöglichen.

Dabei fangen wir bei uns selbst, in der Nachbarschaft an und verbinden uns mit den vielen „forfuture“ und anderen umweltaktiven Bewegungen. Kommt und macht mit!