Klimawende unterstützen

Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht auf die Klimaveränderungen hingewiesen wird, entweder lediglich als knapper Bericht (der Waldverlust weltweit wird auf 10 Mill. ha jährlich geschätzt) oder als besorgte Meldung (28 Millionen Euro Sondermittel werden in NRW für zusätzliche Hilfen für den Wald bereit gestellt), im Fernsehen warnt der Klimaforscher Mojib Latif bei Lanz vor weiteren Waldbränden (Hinweis auf sein neuestes Buch: Heißzeit), das Matterhorn droht abzustürzen, in Sibirien werden laut Zeit Online über Tage in der kältesten Stadt der Erde (Werchochjansk) fast 40 Grad gemessen und trotz Coronakrise steigt der CO2-Gehalt weltweit (um 60% seit 1990 trotz diverser Klimakonferenzen). Er verweist zugleich auf die positive Klimabilanz Deutschlands (Dank Corona) und auf die ökonomische Wirkung: trotz unerwartet hoher EE im Strombereich (55 % im 1. Halbjahr 2020) sind weder die Zahl der Arbeitslosen gestiegen noch gab es Stromausfälle.

Und dennoch sind wir besorgt, denn es ist das geringe Fortschritttempo, die Bundesregierung will bis 2040 den CO2-Ausstoß um 70 % reduzieren. Das scheint ehrgeizig, aber bei dieser Geschwindigkeit des CO2-Rückbaus wird das Wunschziel einer 1,5 Grad-Erwärmung nicht zu erreichen sein. Im akuellen Bericht der Bundesregierung ist die 1,5 Grad-Marke bereits gerissen und passiert weiterhin so wenig wie bisher sind die 4 Grad nicht ausgeschlossen. Dann werden extreme Wetterereignisse uns schwer zu schaffen machen (Nippes liegt im Hochwasser- als auch im Grundhochwasserbereich) und der Meeresanstieg nur durch das Schmelzen des Grönlandeises beträgt etwa 7 m und damit sind alle größeren Küstenstädte versunken

Für den gesamten Energiebedarf ist der interessanteste Sektor die Stromerzeugung mittels EE. Hier stehen seit Jahren Technologien zur Verfügung, die einen schnellen Ausbau ermöglichen und die die Grundlage für den Umbau der anderen Sektoren bilden, bei denen ein Wechsel so schnell nicht möglich ist, z.B. Wohnen oder Verkehr. Damit ist klar, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um 100 % EE zu erhalten. Die Initiative Klimawende hat sich dieses erste Ziel vorgenommen, den in Köln verbrauchten Strom aus EE zu gewinnen. Nach eigenen Berechnungen liegt die Ökostromerzeugung der Rhein-Energie im einstelligen Bereich und es ist Ziel der Unterschriftenaktion, den Umbau auf 100 % Ökostrom bis 2030 abzuschliessen.

In den nächsten Tagen wird das Bürgerbegehren offiziell an den Start gehen, es fehlt noch eine Kostenschätzung die im Bürgerbegehren vorgesehen ist, damit die Bürger wissen, welche Kosten mit dem Antrag verbunden sind. Die c4f-Gruppe will sich an der Unterschriftenaktion beteiligen, da uns der Ernst der Situation bewußt ist und wir zudem überzeugt sind, dass bei ernsthaftem Willen der Umbau unseres Energiesystem sowohl eine Herausforderung als auch Chance ist. Für die Kohleindustrie ist die Zeit abgelaufen, die Kosten zum Weiterbetrieb sind astronomisch und unwirtschaftlich und die Schäden nicht mehr zu beheben (sobald ein Kipppunkt erreicht ist sogar unmöglich).

Unser erster Auftritt soll am Freitag den 28. August stattfinden,
um 16 Uhr öffnet das Repair-Café
und wir wollen mit einem Tisch uns dazustellen und mit den Repairkunden ins Gespräch kommen, um ihre Unterschrift zu erhalten.
Am Mittwoch den 12.8. hat sich ein Vorbereitungsteam getroffen und noch diese Vorschläge ausgearbeitet:

  • Jürgen wird 2 – 3 Tische bereit stellen
  • Anno bringt ein großes Holzwindrad mit als Ey-catcher
  • Philipp besitzt einen Pavillon falls Schutz vor Hitze oder Regen notwendig ist
  • Bernd besorgt die Unterschriftenlisten und Infomaterial
  • Jürgen und Anno versuchen ein Banner herzustellen